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Mount Everest, zum Basecamp des höchsten Berges der Welt.



Es gibt wohl nur wenige Länder auf dieser Welt, welche eine so magische Anziehungskraft ausüben, wie dieser Hindu-Staat zwischen den Achttausendern des Himalayas und den heißen Tiefebenen zu Indien. Die höchsten Berge der Erde machen das Königreich Nepal zu einer Art naturgegebenem Weltwunder. Seine vielgefächerte, größtenteils unverfälschte Kultur zieht jeden Besucher in seinen Bann und zwingt einem fast wieder nach Nepal zurückzukehren.

Zum 50-jährigen Jubiläum der Erstbesteigung des Mount Everest entschließe ich mich, diese Tour zum Basislager des höchsten Berges der Welt zu unternehmen. Wir sind elf Teilnehmer aus Österreich und Deutschland und werden von Peter Habeler geführt. Peter Habeler war mit Reinhold Messner der erste Mensch ohne künstlichen Sauerstoff auf dem Gipfel des Mt. Everest.






Von München fliegen wir nach Doha, wo wir die erste Nacht verbringen. Zeitig in der Früh reisen wir dann weiter nach Kathmandu und können durch vereinzelte Wolkenfenster schon die ersten eisbedeckten Berge erkennen. Zwei Tage bleiben wir in Kathmandu und quartieren uns im besten Hotel der Stadt, dem Dwarika`s Hotel ein. Wir staunen nicht schlecht über diesen paradiesischen Hotelpark, mit uralten Bäumen und einem modernen Pool zum Relaxen. Auch das Hotel selbst gleicht einem Museum. Sämtliche Fenster und Türen sind aus uraltem, handgeschnitztem Holz und die Zimmereinrichtung beinhaltet ausschließlich alte, kunstvoll restaurierte Möbel. Wir werden mit einem herzlichen „Namaste“, was soviel wie Willkommen oder Guten Tag heißt, und einer bunten Blumenkette begrüßt. Hier fühlen wir uns sofort richtig wohl.

Nach einem Begrüßungsdrink möchte ich gleich das berühmte Altstadtzentrum Thamel besichtigen. Ich stoppe mir eines der winzigen Taxis und begebe mich ins unglaubliche Verkehrsgewühl dieser Millionenstadt. Tausende Autos und Motorräder zwängen sich durch enge holprige Straßen und unzähligen Fußgängern. Die Luft wird durch die Autoabgase zum Schneiden und ein ständiges Hupen erzeugt einen kaum auszuhaltenden Lärmpegel. Trotzdem üben diese, von bunten Läden gesäumten Straßen und die wirklich sehr freundlichen Nepalesen einen besonderen Reiz aus.

Ich habe die erste Nacht in unserem prunkvollen Zimmer ausgezeichnet geschlafen und nach dem Frühstück beginnen wir einen Kulturtrip durch Kathmandu. Bhola Pathak unser Tourguide spricht perfekt deutsch und wird uns die ganze Tour über begleiten. Von ihm erfahren wir sehr viel über die jahrtausende alte Kultur Nepals und die Menschen dieses Landes. Wir besichtigen zuerst den Pashupatinath, den wichtigsten Tempel der Hindus

und danach den Bodnath, das religiöse Zentrum der Buddhisten. Vorbei an unzähligen Gebetsmühlen pilgern wir im Uhrzeigersinn um diese 40 m hohe, von hunderten bunten Gebetsfahnen geschmückten Stupa. Danach besuchen wir die heilige Verbrennungsstätte der Hindus und können diese Art der Bestattung beobachten.Nach dem eher makaberen Schauspiel kehren wir, doch ziemlich müde in unser schmuckes Hotel zurück. Peter Habeler wird bereits von CNN und BBC Reportern erwartet und gibt bereitwillig Interviews. Bei einem köstlichen nepalesischen Abendessen und einigen Bieren lernen wir uns näher kennen und besprechen den weiteren Reiseverlauf.

Früh morgens fahren wir zum lokalen Flughafen und fliegen mit einer kleinen Propellermaschine nach Lukla, dem Ausgangspunkt unserer Trekkingtour. In atemberaubend niedriger Höhe überqueren wir die ersten Berge und landen wohlbehalten auf der kurzen, steil ansteigenden Landepiste. Hier treffen wir unsere Sherpas. Sie werden unser Gepäck durch das enge Solukhumbutal tragen und für uns kochen. Da es hier keine Straßen gibt, werden alle Lasten bis zu 120 kg von Sherpas getragen. Auch sämtliche Everest Expeditionen starten hier in Lukla. Wir steigen langsam entlang des Kusum und Dudh Kosi Flusses auf 2.650 m nach Phakding, wo wir die nächste Nacht in einer Lodge verbringen.



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