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Faszination Bergsteigen





Faszination Bergsteigen

Warum sind Berge so faszinierend, warum will man sie besteigen, warum wird man süchtig danach? Warum quält man sich oft wochenlang, trainiert hart, um oft nicht mal 10 Minuten lang auf einem der höchsten Gipfel der Welt zu stehen?

Wir haben uns oft danach gefragt, wir haben Antworten gesucht, aber nie welche gefunden. Es ist einfach unbeschreiblich schön, dem Berg, der Natur zu trotzen, um gleichzeitig von ihr mit unendlicher Schönheit belohnt zu werden. Für viele mag es unbegreiflich sein warum sich Menschen diese Strapazen antun, jedoch wenn man mit dem Bergsteigen anfängt und der "Sucht" verfällt, sieht man die Strapazen nicht mehr, sonder nur noch die schönen Seiten des Berges.

Doch nichts desto trotz darf man die Gefahr am Berg nie unterschätzen. Man sollte nie unvorbereitet, leichtsinnig und ohne genügend Kondition einen Berg besteigen, auch wenn dieser noch so niedrig ist. Besonders sollte man sich der Höhenkrankheit bewusst sein, die Reizschwelle für die Höhenanpassung liegt schon bei etwa 2.500 - 2.700 Metern über dem Meeresspiegel.

Wie äußert sich die Höhenkrankheit?

Bei einem zu raschen Aufstieg in Höhen über etwa 2.500 Meter kann es zu Kopfschmerzen, Herzjagen, Schwächegefühl, Müdigkeit am Tage und Schlafstörungen bei Nacht, Konzentrationsstörungen, Appetitlosigkeit, Leistungsabfall u.ä. kommen. Etwas 29% aller Menschen entwickeln, wenn sie innerhalb eines Tages diese Höhe erreichen, Symptome der Höhenkrankheit. Die Beschwerden klingen nach einigen Tagen ab. Diese Form der Höhenkrankheit ist die häufigste.

Die schwerste Form der Höhenkrankheit, die akute Bergkrankheit, führt zu Flüssigkeitseinlagerung in die Lungen (Lungenödem) und dadurch zu Atemnot, gurgelndem Atemgeräusch und sehr schnellem Leistungsabfall. Es kann auch ein Anschwellen des Gehirns durch Flüssigkeitseinlagerung (Hirnödem) auftreten, das unterschiedliche Folgen im Nervensystem bewirkt. Lungenödeme und Hirnödeme sind die gefürchtetsten Komplikationen in großer Höhe. Es besteht Lebensgefahr!

Eine allmähliche Gewöhnung (Akklimatisation) an große Höhen beugt der Höhenkrankheit vor und ist das Um und Auf um hohe Berge zu besteigen.

 

Einige historische Daten zum Thema Bergsteigen:

Hannibal

Der 2. Punische Krieg : 218-201 v. Chr. Hannibal überquerte, mit 9000 Soldaten und etlichen Elefanten die Alpen.

Der Mont Blanc

Jacques Balmat und Michel - Gabriel Paccard erstiegen am 7. August 1786 als erste Menschen den Gipfel des Mont Blanc .

Alexander von Humboldt

Den Pichincha (4.794) bestieg Humboldt 1802 nach einem ersten abgebrochenen Versuch gleich zweimal, zuletzt begleitet von einem heftigen Erdbeben, dessen Stöße er sorgfältig protokollierte. Nicht ganz bis zum Gipfel gelangten Humboldt, Bonpland und Montúfar am 23. Juni 1802 bei der Besteigung des Chimborazo (6.310 m) wegen einer unpassierbaren Felsspalte 400–800 m unterhalb des Kraters. Gleichwohl blieb dies auf 30 Jahre ein Höhenweltrekord für Bergsteiger, eine in Anbetracht der Unzulänglichkeiten von Schuhwerk, Bekleidung und Ausrüstung nach wie vor kaum glaubliche Leistung. Dabei litten sie unter den Symptomen der Höhenkrankheit: Schwindel und Brechreiz, Blutungen aus Lippen und Zahnfleisch.

Whymper und das Matterhorn

Das zähe Ringen um das Matterhorn endet mit der Erstbesteigung des Berges durch eine Seilschaft um Edward Whymper am 14.07.1865, von der vier Bergsteiger nicht zurückkehren.

Der Himalaya

Unter der Leitung des Herzogs der Abruzzen, Luigi di Savoia, erreichte eine italienische Expedition mit 360 Trägern, 1909 den Fuß des K2. Die Expedtion erreicht an der Chogolisa eine Höhe von 7500 Meter.

Der Mythos Mallory

George Mallory und sein Partner Andrew Irvine brechen am 8.06.1924 zum Gipfel des Mount Everest auf. Auf einer Höhe von ca. 8600 Metern werden Sie ein letztes mal gesehen, nur 250 m vom Gipfel entfernt. Eine Suchex-pedition fand im Frühjahr 1999 Mallorys Leiche auf einer Höhe von 8240 m. Die Gipfelfrage ist bis heute nicht geklärt.

Die WEISSE SPINNE

"Das letzte große Problem" der Alpen war die Eiger-Nordwand. Zwei Seilschaften, bestehend aus den Bergsteigern Hein-rich Harrer und Fritz Kasparek, sowie Anderl Heckmeier und Ludwig Vörg, schlossen sich zu jener legendären Seilschaft zusammen, die nach 4 Tagen kletterns in brüchigem, vereisten Fels im Juli 1938 den Gipfel erreichten.

Das Jahrtausend der 8000der

Mit der Annapurna (8078 m) ersteigen am 3.06.1950 die Franzosen Maurice Herzog und Louis Lachenal zum ersten mal Menschen einen Berg mit einer Höhe von über 8000 Meter. Der Preis der Besteigung war hoch: Herzog verlor durch Erfrirrungen sämtliche Finger und Zehen. Innerhalb dieses Jahrzents wurden dreizehn der viezehn Achttausender erstbestiegen. Technische Entwicklungen trugen dazu bei, dass Aufstiege in diese Höhen leichter wurden (Strickleitern, Eischrauben u.a.). Weitere herausragende Bergsteiger dieser Zeit waren Hermann Buhl, der in einem 40 Stunden dauernden Alleingang 1953 den Nanga Parbat bestieg, Kurt Diemberger (Broad Peak, 1957), Lionel Terray(Fitz Roy, 1952), Achille Compagnoni (K2, 1954) uva.

Der Mount Everest

Der Sherpa Tensing Norgay und der Neuseeländer Edmund Hillary erreichen am 29.05.1953 den Gipfel des Mount Everest bei traumhaft ruhigem Wetter. Der höchste Berg der Welt war damit bestiegen.